Naturwirtschaft
Naturwirtschaft auf Hof Wendbüdel bedeutet:
Wirtschaftlicher Naturschutz auf den zum Hof gehörenden Flächen.
Naturschutz
Ziel des Naturschutzes ist, die Natur als solche und als Lebensgrundlage für den Menschen zu bewahren.
Intakte Natur lässt sich an einem stabilen Ökosystem erkennen. Nicht immer bedeutet dies, dass der Mensch überhaupt nicht in die Natur eingreift. Vielmehr ist die uns bekannte Natur mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna Folge von Jahrhunderten traditioneller Landwirtschaft durch Beweidung und Mahd.
Die Vielfalt bleibt nur erhalten, wenn Flächen weiter bewirtschaftet werden. Dies gilt besonders für Feuchtgrünland, das den größten Anteil der Hof-Flächen ausmacht. Die besonderen Merkmale und Eigenheiten der Feuchtwiesen sind sehr gut bei Wikipedia beschrieben.
Leitziel bei der Bewirtschaftung der Hof-Flächen ist, die Artenvielfalt von Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Die Flächen
- Insgesamt 140 ha
- davon 130 ha Feuchtgrünland
Bewirtschaftung
- Flächenmanagement über Mahdzeitpunkt:
Angestrebt wird eine traditionelle zweischürige Mahd, d.h. es wird zweimal im Jahr gemäht. Sie fördert vor allem Kleintiere und schützenswerte Wiesenvegetation. - Extensive Beweidung mit alten Haustierrassen und geringer Besatzdichte:
Durch das Abweiden wird im Gegensatz zum Mähen eine heterogenere kleinflächigere Struktur auf den Weideflächen erreicht. Die so entstehenden Kleinhabitate begünstigen die Artendiversität. - Ökologische Landwirtschaft:
Sie begünstigt durch Festmistausbringung und Verzicht auf Spritzmittel die Artenvielfalt.
Wirtschaftlichkeit
Alle Flächen des Hofes sind Grenzertragsböden. Durch die Naturschutzauflagen sind sie für die konventionelle Landwirtschaft unwirtschaftlich. Ein Erschwernisausgleich durch die Naturschutzbehörden wird nicht mehr gezahlt.
Wir möchten die Kosten für die Bewirtschaftung durch die Biogasanlage, die Vermarktung der ökologisch erzeugten Produkte und durch die EU-Zuschüsse decken.
Biogasanlage
- Mahdgut extensiv bewirtschafteter Flächen wird als Silage in einer Trockenfermentationsanlage fermentiert.
- Der erzeugte Strom wird vergütet nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in das allgemeine Stromnetz eingespeist.
- Siehe auch Biogas
Produktvermarktung
- Verkauf von Biofleisch (ökokontrolliert)
- Vor allem Rind-, Kalb-, Lamm- und Schweinefleisch
- Frisch nach der Schlachtung oder als Wurst und Schinken
- Verkauf von biologischen Nebenprodukten (z. B. ökologisch gegerbten Lammfellen)
- Siehe auch Angebote
EU-Gelder
- Die Flächenprämie und die Ökoprämie nach dem niedersächsischen Agrar- und Umweltprogramm (NAU) bessern die Kasse auf.





