Biogas

Wir mähen unsere Flächen zweimal im Jahr. Dies ist wichtig, um einen lichten, kurzen Bewuchs zu schaffen, der von Bodenbrütern als Brutquartier genutzt werden kann. Aber auch andere Tiere wie Insekten fühlen sich in einem lichtdurchfluteten Bestand wohl. Die bei der Mahd anfallende Grünmasse wird in Rundballen siliert (Milchsäuregärung macht das Material haltbar) und dient ganzjährig als "Futter" für die Biogasanlage:

  • In der Anlage wird das organische Material unter Sauerstoffauschluss von Bakterien fermentiert, d.h. zersetzt.
  • Dabei entsteht neben Kohlendioxid und Schwefelverbindungen das energiereiche Biogas Methan.
  • Mit ihm wird ein 50 KW Blockheizkraftwerk (BHKW) angetrieben, das Strom und Wärme erzeugt.
Ernte in den Bornhorster Huntewiesen

Biogasanlage

Da der Betrieb nur einen geringen Tierbesatz hat, fällt keine Gülle an. Daher wird der Grasschnitt der bei der Landschaftspflege anfällt, in einer güllelosen Feststoff-Vergärungsanlage der Firma BIOFerm zu Biogas fermentiert. Der über das Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist. Die anfallende Wärme wird in das Wärmenetz des Hofes übernommen.

Beschickung

  • Die Biogasanlage besteht aus zwei geschlossenen Gärräumen, sogenannten Fermentern, die jeweils 4x6x17m groß sind.
  • Sie werden im 14tägigen Wechsel über ein gasdichtes Tor mit einem Radlader befüllt. So wird immer ein Fermenter in der Biogasproduktion gehalten.
  • Zum Befüllen wird der Fermenter vollständig entleert und dann eine Mischung aus 70 % Altmaterial und 30% Neumaterial neu eingebracht.
  • Das restliche Altmaterial wird mit dem Miststreuer auf hofeigene Flächen aufgebracht.
  • Das anfallende Sickerwasser (Perkolat) wird in der Anlage immer wieder über das Substrat verteilt.
geschlossene Fermenter
Befüllung eines Fermenters mit Gras

Gasmenge und -qualität

  • Die Anlage wurde im Dezember 2006 in Betrieb genommen.
  • Zu Beginn mussten noch Veränderungen insbesondere an der Perkolat-Technik vorgenommen werden.
  • Wie auch bei der Tierfütterung reagiert die Anlage mit veränderlichen Gaserträgen auf die Qualität des Mahdguts. Wird erst sehr spät im Jahr gemäht- dies kann aufgrund von Bruterfolgen bei Bodenbrütern von der Unteren Naturschutzbehörde empfohlen werden- ist das Material überständig, verholzt und auch für die Biogasanlage nur schwer verdaulich. Entsprechend sinkt dann der Gasertrag.
  • Die Gasqualtität ist mit über 55% Methan als durchweg sehr gut zu bezeichnen.


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