Biogas
Nicht beweidete Flächen werden zweimal im Jahr gemäht. Die dabei anfallende Silage (gewickeltes und bereits leicht vergorenes Gras) dient als "Futter" für die Biogasanlage:
- Das organische Material wird von Bakterien fermentiert, d.h. zersetzt.
- Dabei entsteht neben Kohlendioxid und Schwefelverbindungen das Biogas Methan.
- Mit ihm wird ein 50KW Blockheizkraftwerk (BHKW) angetrieben, das Strom und Wärme erzeugt.
Biogasanlage
Als ökologisch landwirtschaftlicher Betrieb darf der Hof keine Gülletechnik betreiben. Daher wird der anfallende Grasschnitt in einer güllelosen Feststoff-Vergärungsanlage der Firma BIOFerm zu Biogas fermentiert. Der über das Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist. Die anfallende Wärme wird in das Wärmenetz des Hofes übernommen.
Beschickung
- Die Biogasanlage besteht aus zwei geschlossenen Gärräumen, sogenannten Fermentern, die jeweils 4x6x17m groß sind.
- Sie werden im 14tägigen Wechsel über ein gasdichtes Tor mit einem Radlader befüllt. So wird immer ein Fermenter in der Biogasproduktion gehalten.
- Zum Befüllen wird der Fermenter vollständig entleert und dann eine Mischung aus 70 % Altmaterial und 30% Neumaterial neu eingebracht.
- Das restliche Altmaterial wird mit dem Miststreuer auf hofeigene Flächen aufgebracht.
- Das anfallende Sickerwasser (Perkolat) wird in der Anlage immer wieder über das Substrat verteilt.
Gasqualität und Gasmenge
- Die Anlage läuft seit Dezember 2006.
- 2007 mussten noch Veränderungen an der Perkolat-Technik vorgenommen werden. Die Ernte war aufgrund der sommerlichen Witterungsbedingungen qualitativ schlecht. Beides beeinträchtigte die Gasqualität und Gasmenge.
- Ende 2008 wurden die angestrebten Gasmengen von durchschnittlich 500 m3 pro Tag erzielt.
- Die Gasqualtität war mit über 55% Methan sehr gut.